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Was soll das McDonalds?

Kurt Steindl 0

McDonald’s geben ein Vermögen für die Werbung aus, um ihr Image eines “fürsorglichen” und “umweltbewußten” Unternehmens aufzupolieren, bei dem es ein Genuß sei, essen zu gehen. Kinder werden mit dem Anreiz von “kostenlosem” Spielzeug und anderen Dreingaben hineingelockt und nehmen ihre Eltern gleich mit. Doch hinter der süß lächelnden Maske von Ronald McDonald spricht die Realität eine andere Sprache – McDonald’s einziges Interesse ist Geld, Profite machen um jeden Preis. …” Dieses Zitat der Website http://www.mcspotlight.org (What´s wrong with McDonalds?) klingt doch ziemlich scharf und mutig. Nicht wahr? In der Folge werden Details aufgezählt. Hier ein kleiner Auszug: Jedes Jahr verbraucht McDonald’s Tausende von Tonnen unnützen Verpackungsmaterials, das auf Straßen und Rastplätzen die Umwelt verschmutzt. McDonald’s bezahlt keine Überstunden, auch nicht wenn wesentlich länger gearbeitet wird. Der Druck der Firma hohe Profite zu erzielen und die Personalkosten gering zu halten, führt zur Unterbezahlung. Die Angestellten müssen härter und schneller arbeiten als sie können, besonders Verbrennungen sind deshalb häufige Betriebsunfälle. McDonald’s stellen ihre Produkte als “gesund” dar, doch Tatsache ist, daß es hohe Mengen an Fett, weißer Zucker und Salz enthält, dagegen wenig Ballaststoffe und Vitamine. Eine solche Ernährung ist mit einem erhöhten Krankheitsrisiko (z.B. Herzinfarkt, Krebs, Diabetes) verbunden. Diese Nahrung enthält weiterhin viele Zusatzstoffe, die krank machen und bei Kindern Hyperaktivität auslösen können.

Natürlich habe ich kritische Überlegungen angestellt. Dabei kam mir der Film “Supersize me” in den Sinn. Kurz zum Inhalt: Ein junger Journalist – der von drei Ärzten als vollkommen gesund und fit eingeschätzt wird – ernährt sich einen ganzen Monat nur mit Produkten von McDonalds. Nach 21 Tagen kommt die verblüffende Diagnose der Ärzte: Sofort aufhören. Lebensgefahr. Lebensbedrohliche Leberwerte. Und das nur, weil die dort angebotenen Hamburger und die Fritten so gesund sind? Ja, so kann´s gehen, wenn man der Werbung glaubt ;-) Na, und dann habe ich auch persönliche Erfahrungen gemacht. (Nicht bei McDonalds selbst. Denn da gehe ich und meine Kinder natürlich nicht hin.) In der Nähe unseres Hauses gibt es da so eine Drive-in-Station von McDonalds. Speziell am Wochenende ist es doch mehr als traurig, wie viele Abfälle mit dem Aufdruck des gelben Bogens dann die Straßen und Wege verschmutzen. Muss das denn wirklich sein, die Umwelt durch diese überdimensionierte Verpackungen so zu belasten?

Besonders gemein finde ich die Konzentration auf die Bevölkerungsgruppe, die am leichtesten zu beeinflussen sind – unsere Kinder. Da wird mit Gratis-Zugaben wie zum Beispiel Comicfiguren und speziellen Kinderangeboten (zum Beispiel Kindergeburtstage) geködert. Vielen Eltern können sich des daraus resultierenden Druckes kaum erwehren. Wir lieben unsere Kinder. Deshalb versuchen wir sie gesund zu ernähren. Da verbietet sich ein Besuch bei Ronald dem Clown von selbst. Von unseren Kindern werden wir dafür manchmal als herzlos angesehen, weil wir keine Ausnahme machen. Schließlich gehen doch die Freunde von der Schule bzw. dem Kindergarten auch immer hin. Es ist tatsächlich schwer, diesem ständigen (Werbe-)Druck entgegenzuhalten. Aber wir haben noch Reserven ;-)

About Kurt Steindl

Kurt Steindl ist professioneller Vortragsredner und Hoteltester. Seine Sicht der Dinge stellt er in diesem Blog vor.

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